EMAJ 2008 in Amman
Mai 12, 2008
Was passiert wenn man achtzehn junge Journalisten in einen Raum steckt und über Interkulturalität diskutieren lässt? Wahrscheinlich tauschen sie sich über ihre Erfahrungen aus und konferieren über kulturelle Entwicklungen. Was geschieht wenn die Teilnehmer aus unterschiedlichen Ländern kommen? So muss ein sprachliches Bindeglied – vornehmlich Englisch, aber zum Teil auch Arabisch, Französisch oder Deutsch – gefunden werden, die eingeworfenen Fragen sind vielschichtiger und die Diskussionen komplexer. Und wenn die Teilnehmer dann auch noch aus Europa und den MEDA-Regionen kommen? Dann ist die Wahrscheinlichkeit eines interkulturellen Dialogs besonders groß und der In- sowie Output aller Beteiligten besonders vielseitig.
Seit dem 5. Mai findet in Amman die Euro-Mediterranean Academy for Young Journalists statt, die vom Goethe-Institut Jordanien organisiert und dem Auswärtigen Amt unterstützt wird. Die Teilnehmer werden sowohl mit der kulturellen Vielfalt der Region als auch mit den medienrechtlichen Beschränkungen bei ihren Recherchen konfrontiert, es finden Workshops zu kulturellen Stereotypen und Werten statt, einheimische Journalisten diskutieren über ihre Erfahrungen und geben Hinweise zum Umgang mit den hiesigen Behörden und die achtzehn Jungjournalisten begeben sich auf eigene Nachforschungen, um aktuelle soziale, politische und kulturelle Probleme zu behandeln. Es ist für jeden einzelnen eine Herausforderung, sich mit den gegebenen Zuständen auseinander zusetzen und dabei die eigene Erfahrungen mit den kulturellen Kenntnisse in Einklang zu bringen.
Noch bis zum 15. Mai werden die Teilnehmer aus Ägypten, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Irland, Israel, Italien, Libanon, Marokko, Österreich, Palästina, Polen, Schweden, Syrien, Türkei und Ungarn Fragen stellen, diskutieren, recherchieren und schreiben, um mit einem (noch) komplexeren Weltbild die Akademie zu verlassen und vielen neuen Ideen und Eindrücken weiterzuarbeiten.