Wake-up Walk

April 28, 2008

Jeden Morgen auf dem Weg zum Institut mache ich einen kleinen Spaziergang durch ein schönes ruhiges Viertel von Amman. Heidi lässt mich unterwegs am 4. Circle raus und gegen halb acht begebe ich mich auf meinen zehnminütigen Walk des Erwachens. Die Rollläden der gutsituierten Villen sind noch runtergelassen, das hausumgebende Grün der Gärten verströmt Ruhe und Gelassenheit und nur der kleine Mann wäscht fleißig das Auto des Dienstherrn  - jeden Morgen! Dann rinnt das Spülwasser die Straße bergab und begleitet mich bis zum nächsten Aufstieg des Hügels. Olivenbäume und andere Baumarten, die ich nicht benennen kann, säumen den Straßenrand. Regelmäßig sehe ich auch ein Mädchen, dass auf den Schulbus wartet, eine Gruppe von korpulenten älteren Damen, die spazieren und sich dabei kaffeeklatschmäßig unterhalten. Vorbei an zwei sich gegenüberliegenden Hotels, manchmal steht ein großer Reisebus davor, bereit sein Inneres mit rüstigen Touristen zu laden, manchmal wartet auch nur ein gelbes Taxi auf drei Asiaten, die nervös um sich schauen und dabei in ihre mobilen Telefone plappern. Männer sitzen in der Sonne und trinken Mokka, ein Wachmann steht vor einer wichtigen Institution und beobachtet meine Schritte wenn ich ihn passiere. Das letzte Stück dann noch an einer Baustelle vorbei, wo weitere Luxuswohnungen errichtet werden. Starre Männerblicke (Bauarbeiter sind doch überall gleich…) und die Musik im Ohr ganz laut! Nämlich das und das und gelegentlich auch das.       

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