Die Woche ist schon fast wieder zu Ende und mein Erinnerungsvermögen ist so überlastet mit aktuellen Dingen, Meetings, Projekten, Organisatorischem, dass ich die letzten Tage kaum rekonstruieren kann. Ich lebe gerade in Stunden und jeder Zeitabschnitt bringt mich weiter zum nächsten und dann könnte man ein Häkchen dahinter machen – abgeschlossen. Aber im Kopf rumort es weiter, tief unten, vielleicht im Unterbewusstsein und selbst nach 8 Stunden Schlaf wache ich erschöpft auf und realisiere, die Maschine funktioniert. Schaue ich in mein müdes Gesicht, habe ich das Gefühl, die Augenringe werden von Morgen zu Morgen länger, die Gesichtsfarbe fader. Pickel fangen wieder an zu sprießen (ein Zeichen dafür, dass ich erschöpft bin) und meine Bewegungen bei der Morgenpflege sind motorisch, automatisch, die Gedanken schon vorausschauend beim Tagesplan.
Hinzu kommt, dass es die letzten Tage heiß war, sehr heiß für meinen deutschen Tiefwetter-gewohnten Biorhythmus. Heute sind bis zu 36°C vorhergesagt. Das Laufen, Denken und Atmen fällt schwer. Meine Augen brennen, die Lider würden am liebsten zuklappen wie mechanische Puppenaugen, aus allen Poren dampft es, die Klamotten kleben an der Haut wie Pelle.
Ich habe mir vorgenommen, dass Wochenende ruhig angehen zu lassen.

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